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Trummer-Frutigen

«Berner Oberländer im Gespräch» – die beliebte Veranstaltungsreihe

Die Berge des Berner Oberlandes gehören zu den spektakulärsten der Schweiz. Dass sie Ecken und Kanten haben, liegt in der Natur der Sache. Wie auch die Bewohner dieser Region. Seit 2016 führen wir sechsmal pro Jahr Gespräche mit interessanten Persönlichkeiten des Oberlandes durch.

Nach dem 1-stündigen Gespräch von 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr (moderiert von Stefan Keller) laden wir zu einem Apéro ein. Die Teilnahme ist kostenlos. Die Kollekte kommt einer vom Gesprächsgast ausgewählten Institution zugute.

Eine Anmeldung ist erwünscht:
+41 (0)33 673 80 00

info@parkhotel-bellevue.ch

31. Januar: Esther Pauchard, Krimiautorin

Als Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie kennt Esther Pauchard die menschlichen Abgründe – was ihr auch dann zugutekommt, wenn sie sich ans Pult setzt und ihre Krimiromane webt. Nicht tagelang, diese Auszeiten dauern höchstens ein paar Stunden, denn die 45-jährige Thunerin hat neben dem «Buchgeschäft», wie sie es nennt, zwei schulpflichtige Kinder, sie arbeitet als leitende Ärztin in der Suchtfachklinik Selhofen in Burgdorf und als Psychotherapeutin in der Hausarztpraxis ihres Mannes. Dieses durchgetaktete Leben, dieses ‹Minütele› sei es ihr wert, «denn neben meinem realen Alltag kann ich in einer ‹parallelen Welt› leben, die mir Ruhe gibt.» Die eine Welt beflügelt und inspiriert die andere. 2010 publizierte Esther Pauchard mit «Jenseits der Couch» ihren ersten Krimi, im August 2018 ist mit «Tödliche Macht» ihr fünfter erschienen. Darin geht es um Menschenhandel mit sehr jungen Frauen aus Rumänien, die in der Schweiz zur Prostitution gezwungen werden – ein Thema, das sie kennt und interessiert. 70 Seiten Recherchematerial in Form von Gesprächsprotokollen hat die Psychiaterin vorgängig zusammengetragen und mit einem schnellen Plot dafür gesorgt, dass das Adrenalin des Lesers in die Höhe schnellt. Gleichzeitig will sie immer auch Zeitdokumente schaffen und eine andere Sicht aufs Leben geben.

Donnerstag, 31. Januar 2019 | 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Mit anschliessendem Apéro und Tavolata. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

28. Februar: Reto Däpp, Initiator Snowfarming

«Ich selbst brauche keine Publizität, meine Schneehaufen können sie hingegen gebrauchen» ‒ mit dieser Überlegung willigte der 41-jährige Adelbodner ein, unser Gesprächsgast zu sein. Reto Däpp könnte man als Schneemacher oder vielleicht präziser als Schneekonservierer bezeichnen. Neben seiner Rolle als Leiter der JO-Nachwuchs-Skitalente und Trainer des Regionalen Leistungszentrums Frutigen ist er der Initiator von Adelbodens Snowfarming-Projekt: Erstmals hortete die Tschentenalp diesen Sommer – unter einem 24 000 m3, mit Isolationsplatten und -folien abgedeckten Hügel – den verbleibenden Winterschnee. Nur ein Drittel schmolz weg; am 18. Oktober, einem strahlenden Herbsttag, konnte die Piste im Beisein der Medien für das Training von Skijungtalenten aus der ganzen Schweiz eröffnet werden. «Diese frühen Trainingsmöglichkeiten sind für den Erfolg unserer Athleten zentral», weiss der gelernte Landwirt und Maurer, der als Jugendlicher selbst Skirennen fuhr. Ist die ökologische Technik der Schneekonservierung nur ein Segen für den Spitzensport oder am Ende auch die Rettung des Wintertourismus?

Donnerstag, 28. Februar 2019 | 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Mit anschliessendem Apéro und Tavolata. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

28. März: Nils Burri, Singer und Songwriter

«Ich weiss, es klingt kitschig, doch so war es», erinnert sich Nils Burri: «Noch im Spitalbett begann ich meine Songtexte zu schreiben – nachdem mir die Ärztin eröffnet hatte, dass ich meine Hockeykarriere an den Nagel hängen kann – oder muss.» Das Gitarrenspiel brachte er sich selbst bei, fand seine Freunde bald in der Musikszene, 2010 veröffentlichte der gebürtige Frutiger mit «Next Generation» sein Debütalbum. Heute ist der 33-Jährige gemäss Branchenkenner Philippe Cornu «the hardest working singer songwriter of the Bernese Oberland» und ein Pop-Vertreter in der lebendigen Frutiger Singer- und Songwriterszene. 120 Mal steht Nils Burri jährlich auf der Bühne, schweizweit, in Deutschland und Österreich. Frutigdeutsch als Musiksprache? «Das wäre interessant», doch dem Musiker liegt viel daran, sein Publikum auch inhaltlich zu erreichen: mit den grossen Themen dieser Welt, Liebe, Verlust, Einsamkeit ‒ was auf Englisch bestens funktioniere. Nils Burri schöpft sie aus dem Alltag, dem eigenen Leben. Mit der 2018 erschienenen Single «Superman» verarbeitete er den Verlust seines kleinen Sohnes. Burri, der Bühnenmensch»: Er liebt und braucht das Scheinwerferlicht, die Nähe zum Publikum, der Auftritt in der Solistenrolle, die er bereits als Hockey-Goalie gut und gerne spielte.

Donnerstag, 28. März 2019 | 18.30 Uhr bis 19.30 Uhr
Mit anschliessendem Apéro und Tavolata. Moderation: Stefan Keller. Eintritt frei, Kollekte.

Porträt Stefan Keller, Moderation

Stefan Keller arbeitet als Publizist, Projektentwickler und Veranstalter und lebt in Wien. Er war als Hotelier und Weinproduzent tätig, danach als Redaktor der Weinfachzeitschrift Vinum. Heute ist der gebürtige Thuner u.a. regelmässiger Mitarbeiter der Schweizerischen Weinzeitung. Neben dem Schreiben gehört auch das Reden als Moderator zu seinen Tätigkeiten. Sport? Stefan Keller ist ein begnadeter Fechter ‒ auf internationalem Parkett.

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